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Presse
Vor dem Start
Der Wind wird in dieser Nacht eher flau werden, „wir rechnen mit 1-2 Beaufort", erklärt die LSC-Vorsitzende Christine Holz, „ob das reicht, um den Rekord zur 60 RUND UM zu brechen, scheint mir eher fraglich". 23 Schiffe starten in der schnellen Startgruppe 2. „Die Windbedingungen sind eigentlich wie gemacht für die Katamarane", sagt Wettfahrtleiter Hubert Henzler. „Nord-Ost und schwacher Wind, da haben die einen geringen Kreuzanteil, können meist einen direkten Kurs fahren und so ihre Vorteile auspielen."

Der große Favorit wird unter diesen Umständen Fritz Trippolt auf seiner Ventilo 28 sein, „er kennt den Bodensee wie seine Westentasche, er ist praktisch auf dem See groß geworden", meint Christine Holz über den Gewinner aus dem Jahr 2004. Nicht zu vergessen: Roman Hagara auf einer extreme 40. Als zweifacher Olympiasieger im Tornado ist er sicherlich der beste Katamaran-Segler im Feld. Allerdings ist die extreme 40 knapp eine Tonne schwerer als die Ventilo von Trippolt.

Aber auch Wolfgang Palm auf der Wilke 49 „Wild Lady" und Werner Deuring mit einer Psaros40 können unter Umständen mithalten. Nicht zu vergessen die sechs Liberas, die wieder gemeldet haben - unter ihnen die Raffi.ca, der Vorjahressieger aus Ungarn.

Ein Problem gibt es in diesem Jahr: aktuell hat der starke Regen der vergangenen Tage große Treibholzfelder in den See gespült. „Wir haben mehrere große Felder bei Kressbronn und Langenargen", warnt Wettfahrtleiter Hubert Henzler, „zum Teil schwimmen da richtig dicke Baumstämme drin. Immer noch bringen Rhein und Bregenzer Aach weiter Holz. Nach dem Start werden die Segler die Felder noch bei Tageslicht queren, schwierig wird es, wenn sie in der Nacht zurückkommen.

„Ich habe auf jedem Schwimmer einen starken Scheinwerfer montiert", erklärte Fritz Trippolt gestern schon bei der Einschreibung, „wenn wir bei 15 Knoten Fahrt auf so einen Stamm krachen sollten, reißt der uns das Schwert glatt weg, man muß halt aufpassen".

„Zur 60. Jubiläums RUND UM haben wir in diesem Jahr ein Trackersystem installiert", verspricht Christine Holz den an Land gebliebenen. „Jeder der Startgruppe 2 muß ein GPS-System mitnehmen, die Daten werden von einem Server empfangen - und dann kann man unter www.lsc.de in der Nacht den Standort der Schiffe ablesen. Die Schiffe der Startgruppe 1 können über eine i-phone-Applikation ebenfalls mitmachen".

Um Punkt 19.30 Uhr ist der Start, die über 2.000 Segler auf 409 (Vorjahr 418) gemeldeten Schiffen werden dann das Rennen aufnehmen. Die Startlinie ist ca 2.500 Meter lang, die schnellen Schiffe der Startgruppe 2 starten an der 500 Meter langen Nordseite (Landseite) der Linie, dann kommt das Startschiff „MS Lindau". Auf der Südseite in Richtung Österreich kämpfen die konventionellen Schiffe auf einer 2.000 Meter langen Linie um die besten Plätze. Wer zu früh startet wird disqualifiziert, es gilt die Black Flag

Start ist vor Lindau, der 100 Kilometer lange Kurs führt zur 1. Wendemarke nach Meersburg, weiter nach Überlingen, Romanshorn und wieder zurück. Der Sieger wird gegen 3 Uhr morgens zurück erwartet, das ist aber nur eine ganz grobe Schätzung. Das Hauptfeld dürfte zwischen 10.00 Uhr und 15.00 Uhr eintreffen.

Die RUND UM wird ermöglicht durch boot Düsseldorf, musto und ZF. Unser Medienpartner ist B5 aktuell.

Stephan Frank, presse lsc 0049-171-223 21 84.

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