k-Siegermannschaft der Black Jack Foto Heine

RUND UM 2013 Aktuelles

 

01.06.2013

Ralph Schatz hat mit dem Katamaran „Black Jack“ und dem Steuermann Veit Hemmeter die 63. RUND UM den Bodensee gewonnen, die größte Segelveranstaltung am Bodensee. Er querte nach 5:07:23 Stunden die Ziellinie vor Lindau. Zweiter wurde Helge Sach mit der “itelligence” vom Lübecker Yacht-Club vor dem Vizeweltmeister im Starboot, Flavio Marazzi mit dem neuen Katamaran „Marwin“. Das kleine Blaue Band der Startgruppe 3 holte Andreas Knoll mit der „Mata Hari“ aus Stuttgart, den Blauen Pokal für das schnellste Boot der Startgruppe 2 gewann wie im Vorjahr das „Team Sonnenkönig“ mit Daniel Scheerer vom Motor-Yacht-Club Überlingersee.

„Ich bin so was von glücklich,“ jubelte der Sieger Ralph Schatz vom Yachtclub Meersburg. „Ich war drei Mal Zweiter, manchmal nur mit ein paar Sekunden Rückstand – und jetzt hat es endlich geklappt.“ Und sein Steuermann Veit Hemmeter ergänzt: „letztlich hat es sich ausgezahlt, dass wir auf Sicherheit gefahren sind. Die SL33 ist eigentlich ein Leichtwindboot, bei dem starken Wind mussten wir früh die Segel wegnehmen – und dadurch sind wir gut durchgekommen.“ Die „Black Jack“ war zwischen Konstanz und Überlingen ohne Fock mit gerefftem Groß unterwegs und lief im Überlinger See immer noch 26 Knoten, das sind rund 50 Stundenkilometer.

Fritz Trippolt ist mit dem Katamaran “skinfit” vor Hagnau gekentert, das Schiff ist laut Wasserschutzpolizei ein Totalschaden. Es ist noch nicht entschieden, ob es geborgen werden kann. Die Mannschaft blieb unverletzt. Laut Trippolt ist vermutlich am Luvschwimmer seiner Ventilo M2 die Verbindung gebrochen, „danach gab es einen Riss im Karbon, so hörte es sich jedenfalls an, die Mannschaft musste ins Schiff ins Netz hinein. Und dadurch sind wir zur Seite umgefallen.“ Zum Unglückszeitpunkt mitten in der Nacht wehte der Wind mit etwa 4 Beaufort aus Südwest, die „Skinfit“ lief mit Gennacker etwa 20 Knoten. „Vom Ergebnis her ist das schade, wir waren so weit vorn, da hätte uns niemand holen können,“ bedauert Trippolt die Kenterung.

Auch der Vorjahressieger “Sonnenkönig” kenterte vor der Birnau. Die Mannschaft ist wohlauf. Laut Skipper Armin Schmid waren sie in Reichweite zur „Black Jack“. Bei 2-3 Beaufort hatte die Mannschaft den Gennacker gesetzt, „die 1. Böje konnte noch ausgefahren werden, danach hat es uns aber aufgestellt. Wir öffneten noch die Segel – aber das war zu spät, nachts sieht man die Böen schlecht.“ Es habe aber null Euro Schaden am Schiff gegeben, das konnte mithilfe der Thurgauer Seepolizei wieder aufgestellt und nach Romanshorn geschleppt werden.

„Die beiden Kenterungen bestätigen unser Sicherheitskonzept, das rettungstaugliche Begleitboote vorschreibt,“ so Andreas Ober, der 1. Vorsitzende des Lindauer Segler-Clubs. „In beiden Fälle wurden die Mannschaften sofort vom nachfolgenden Begleitboot aufgenommen.“

In einem Punkt ist die RUND UM aber unglücklich verlaufen: „Wir haben den Teilnehmern und Zuschauern versprochen, die RUND UM mithilfe des GPS-Trackings aus dem Dunkel der Nacht zu holen,“ leistet Andreas Ober Abbitte bei allen Enttäuschten. „Das hat leider nicht geklappt. Die Tracker lieferten alle Daten – aber ein Server beim Dienstleister in Kiel ging kaputt – und es stand kein Ersatzserver parat. Im vergangenen Jahr boten die Tracker allen Interessierten viele Informationen.“

Es war eine dramatische RUND UM mit viel Wind, es hatte teils sechs Beaufort mit einer steilen, kurzen Welle, die Schiff und Mannschaft forderte. Zahlreiche Teilnehmer hatten auch Probleme mit den tiefen Temperaturen deutlich unter zehn Grad.

„Kompliment an die Teilnehmer,“ zieht Hubert Henzler den Südwester. „Die Kälte, die Nässe und der Wind – das war das Härteste, was ich beim Segeln je erlebt habe“. „Hut ab, das sind echte Helden,“ lobt Andreas Ober das Durchhaltevermögen der Segler, die zum Teil bei widrigsten Bedingungen erst am Nachmittag wieder in Lindau ankamen. Von 278 verklarten Schiffen kamen bislang 102 Schiffe (18.15 Uhr) ins Ziel. Während die Führenden mit viel Wind zu kämpfen hatten, musste das große Feld der etwas langsameren Schiffe mit Dauerregen und Dauerflaute fertig werden.

Wir sehen uns wieder am 20. Juni 2014, bei Sonne, 25 Grad und 4 Beaufort.

 


 

 01.06.2013

Hier die offiziellen Pressefotos der 63. RUND UM 2013

Die hochauflösenden Abzüge erhalten sie durch Anklicken des Vorschaubildes

k-Siegermannschaft der Black Jack Foto Heine

Die Siegermannschaft der Black Jack Foto Heine

k-Black Jack vor der RUND UM Foto privat

Black Jack vor der RUND UM Foto privat.

k-Black Jack Zielfoto Thorbecke

Black_Jack_Zielfoto_Thorbecke

 k-Die Wettershow Foto TT-Bilder

Die Wettershow_Foto_TT-Bilder

k-Noch 100 Kilometer Foto TT-Bilder

Noch_100_Kilometer_Foto_TT-Bilder

k-Regen Foto TT-Bilder

Regen_Foto_TT-Bilder

 


 

01.06.2013 – 07:00

Der Katamaran “Black Jack” von Ralph Schatz (YCM) hat mit Steuermann Veit Hemmeter vom Lindauer Segler-Club die 63. RUND UM gewonnen. Er querte nach 5:07:23 Stunden die Ziellinie vor Lindau. Zweiter wurde Helge Sach mit der “itelligence” vom Lübecker Yacht-Club vor Flavio Marazzi mit der Marwin. Fritz Trippolt ist mit dem Katamaran “skinfit” vor Hagnau gekentert, das Schiff ist laut Wasserschutzpolizei ein Totalschaden. Es treibt mit Lampen markiert, die Mannschaft wurde abgeborgen. Auch der “Sonnenkönig” kenterte vor der Birnau. Die Mannschaften ist wohlauf.


 

15.05.2013

Fliegende Katamarane und andere noch nie gesehene Boote

305 Boote wurden aktuell (15. Mai) zur RUND UM gemeldet. „Das ist ein sehr gutes Ergebnis für Mitte Mai, 300 Meldungen sind mehr als im vergangenen Jahr zur selben Zeit,“ kommentiert Petra Guinand, die Meldechefin der RUND UM das Interesse der Segler an der größten Langstreckenregatta am Bodensee. „Am Ende rechnen wir mit 350 Schiffen.

„Und wir haben einige sehr ungewöhnliche Renner in diesem Jahr am Start“, freut sich Hubert Henzler, der Wettfahrtleiter der RUND UM auf die Teilnehmer der Regatta. „Da ist einmal die Fifty-Fifty, ein ungarischer Katamaran, 50 Fuß (15 Meter) lang, sie fährt mit zwei Masten, auf jedem Rumpf steht einer. Das ermöglicht eine leichtere Bauweise – ob das am flachen Plattensee entwickelte Konzept auch auf den Bodensee mit mehr Welle übertragen lässt, wird die RUND UM beweisen. Die Konstruktion ist jedenfalls spektakulär“.

Es gibt aber noch einen weiteren neuen Katamaran, der für spektakuläre Bilder gut sein dürfte. Das Team um den vierfachen Schweizer Olympiateilnehmer und zweifachen Vizeweltmeister im Starboot, Flavio Marazzi. Seine Neuentwicklung ist eine GC 32. „Das Schiff hat Semi-Foils“, ergänzt Andreas Ober, der erste Vorsitzende des RUND UM Veranstalters Lindauer Segler-Club. „Diese gebogenen Schwerter tauchen ins Wasser, ab einer bestimmten Geschwindigkeit heben sie den Katamaran hoch, er scheint wie auf Kufen zu schweben. Auch die ‚Marwin‘ hat ein immenses Potential“.

Es gibt aber noch weitere Segler mit Siegchancen: da ist einmal Ralph Schatz mit seiner SL33. „Wir haben die ‚Black Jack‘ optimiert“, ergänzt Veit Hemmeter vom LSC, der die ‚Black Jack‘ steuern wird. Weitere Kandidaten sind: die generalsanierte ‚Holy Smoke‘, Sieger von 2011. Dann natürlich der ‚Sonnenkönig‘, Sieger von 2010 und 2012. Dazu Fritz Trippolt vom Yachtclub Bregenz mit seiner M2, der den Bodensee auch bei Nacht in- und auswendig kennt.

„Das waren jetzt alles Katamarane“, fasst Andreas Ober zusammen. „Es gibt aber noch die ‚Wild Lady‘ von Wolfgang Palm, „er hat einen neuen Mast auf sein Schiff gestellt, dazu gab es einen neuen Segelsatz“.

Bei so vielen extremen Booten will der Lindauer Segler-Club die Sicherheitsvorschriften beibehalten. „Jeder der schnellen Katamarane braucht ein eigenes, rettungstaugliches Motorboot im Kielwasser. Das Unglück von San Franzisco hat gezeigt, dass man darauf nicht verzichten kann – und wir veranstalten eine Nachtregatta“, so Hubert Henzler als Wettfahrtleiter.

„Vor kurzem haben im Training mit der ‚Black Jack‘ einen Baumstamm gerammt“, schildert Veit Hemmeter seine Erfahrung. „Den konntest Du nicht sehen, das Schiff ist von 25 Knoten Fahrt (knapp 50 Km/h) auf 3 Knoten abrupt abgebremst. Die Sicht war null. Der Stamm wirbelte solche Mengen Wasser auf, das über uns hinwegspritzte. Ich dachte, das Schiff sei auseinanderbrochen“.

Einen Tag vor der RUND UM wird es vor dem Lindauer Segler-Club noch einen weiteren Höhenpunkt geben. „Auf’s MUSTO Speedrace um 1.000 Euro Preisgeld sind wir schon extrem gespannt“, freut sich Andreas Ober. „Es gibt eine abgesteckte 500 Meter lange Strecke – wer die mit fliegendem Start am schnellsten bewältigt, hat gewonnen. Starten darf jeder Segler, mit Ausnahme der Kitesurfer“.

„Wir sollten aber auch das GPS-Tracking nicht vergessen“, so Hubert Henzler. „Das ist in den vergangenen Jahren prima angekommen, jetzt haben wir 75 Tracker, mit denen alle schnellen Boote der Startgruppe 1 ausgerüstet werden“. Dazu gibt es noch eine kostenlose App für i-phone und Android, damit kann jeder Skipper auf freiwilliger Basis sein Smartphone zum Tracker wandeln. Im Internet unter lsc.de ist der Kurs der getrackten Boote nachverfolgbar.

„Und es gibt noch eine Besonderheit bei der RUND UM in diesem Jahr“, beschreibt Petra Guinand die Änderungen. „Die Siegerehrung wird am Sonntag im Festzelt am Hafen stattfinden. Wir sind in diesem Jahr nicht mehr in der Inselhalle, weil wir die Segler näher zu ihren Schiffen und näher ans Wasser bringen wollten“.

Auf dem Wasser wird die RUND UM in diesem Jahr wieder rechts herum fahren. Start ist am Freitag, 31. Mai 2013 um 19.30 Uhr vor Lindau. Der Kurs führt die Teilnehmer des Blauen Bandes und des Blauen Pokals nach Romanshorn, Konstanz, Überlingen und wieder nach Lindau. Das Kleine Blaue Band fährt nach Romanshorn, Konstanz und zurück nach Lindau.

Die RUND UM ist mit knapp 400 teilnehmenden Booten und 2.000 Seglern die größte Segelveranstaltung am Bodensee. Für die Regattaorganisation sind über 100 ehrenamtliche Helfer im Einsatz.

Stephan Frank


21.03.2013

Die ersten Meldungen sind eingegangen und können auf der der Seite “Meldungen 2013” zeitnah kontrolliert werden.
Sollte ihre Meldung nicht innerhalb eines Tages hier zu sehen sein, wurden die Daten nicht korrekt übernommen. Bitte melden sie sich dann unter edv@lsc.de

Der Grund hierfür liegt daran, dass nach der Bezahlung bei PayPal nicht der Button “Meldung abschließen und zurück zum LSC Segler Service” betätigt wurde, oder nach Betätigung nicht gewartet wurde, bis die LSC-Meldeseite wieder erscheint – dies kann bis zu 10 Sekunden dauern.
Bitte beachten sie die Hinweise, auf der Meldeseite und bei PayPal.

Das RundUm Team ist bestrebt diese Unschönheit zu beseitigen und bittet all diejenigen um Entschuldigung die dadurch Unannehmlichkeiten hatten.


03.02.2013

Noch stehen die meisten Schiffe im Winterlager, das Jahr hat gerade erst angefangen – es wird aber dennoch Zeit, jetzt die Termine für die kommende Saison zu planen. Das Team der RUND UM arbeitet schon kräftig an der 63. Auflage der größten Regatta am Bodensee und freut sich schon auf eine schöne Wettfahrt. Die elektronische Meldung ist jetzt online gegangen und steht unter
https://rundum.lsc.de
Die Details zur Regatta sind im Internet zu finden unter:
http://www.lsc.de/regatten/regatta-2013/rund-um-2013/ausschreibung.html
Für Segler, die sich rechtzeitig entscheiden, gilt der Frühbucherrabatt. Die Meldegebühr zur RUND UM beträgt bis 15. 04. 65,- €, danach bis zum15. 05. 75,- €, anschließend 140,- € für alle, die erst auf den letzten Drücker melden. Meldeschluß ist zum 25. 05. 2013.
Weiter Informationen auf der Homepage des Lindauer Segler-Clubs unter: www.lsc.de
Die RUND UM ist die größte Regatta am Bodensee mit knapp 400 Schiffen und 2.000 Seglern. Der Kurs führt wieder rechtsherum von Lindau nach Romanshorn, Konstanz, Überlingen und Lindau. Im Fall von schwachem Wind kann der Kurs an den Bahnmarken abgekürzt werden.


 22.01.2013

Nach der RUND UM ist vor der RUND UM

Das Plakat für die RUND UM 2013 stammt wieder aus der Feder von unserem Mitglied Volker Kast.

13-plakat

 


19.01.2013

Das Seglerservice für die Meldung zur RUMD UM 2013 ist Online geschaltet.

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