Hemmeter/Halbing auf Platz 1

Als Sieger der internationalen schweizerischen und italienischen Meisterschaften im Tornado sind Veit Hemmeter und Dominik Halbing am vergangenen Sonntag (22.8.10) vom Comer See nach Lindau zurückgekehrt. Die Segler des Lindauer SC gewannen die Regatta beim CV Dervio nach sechs Wettfahrten mit zwei Punkten Vorsprung.

 

Drei Siege und drei zweite Plätze waren von den Konkurrenten aus fünf Nationen nicht zu schlagen. „Dabei sind wir sehr verhalten gesegelt”, berichtet Veit Hemmeter. Ein Start-Ziel-Sieg war nicht dabei. Denn meist war die rechte Seite der Startkreuz bevorteilt, die linke Seite der Startlinie aber günstiger. Gut starten und dann auf der schlechten Seite segeln oder schlecht starten und dafür auf der guten Seite Raum gewinnen waren die Alternativen. Hemmeter/Halbing, die schon die deutsche Bestenermittlung Ende Juni in Lindau gewonnen hatten, entschieden sich für die rechte Seite und versuchten, ihr Geschwindigkeitspotenzial dann voll auszunutzen. „An der Luvtonne waren wir nie Erste”, schildert der 23-jährige Steuermann weiter. Erst auf den folgenden Strecken kämpften sie sich nach vorne.

Der Kurs war allerdings oft mit unberechenbaren Surfern und Kitern gepflastert. Denn die zog das gute Wetter scharenweise an. „Denen mussten wir oft ausweichen, einmal hatten wir sogar einen Surfer auf dem Schiff und den ersten Platz wieder verloren”, beschreibt Veit Hemmeter den Hindernislauf. An drei Tagen Sonnenschein und drei bis fünf Beaufort Thermikwind waren sonst traumhafte Bedingungen. Auf Rang zwei verwiesen die Lindauer die Schweizer Martin und Julia Rusterholz, die am letzten Tag mit zwei ersten Plätzen den Wettkampf noch einmal spannend machten. Doch da die Lindauer jeweils als zweite die Linie überquerten, konnte Rusterholz immer nur einen Punkt gut machen – zuwenig, um Hemmeter/Halbing von der Spitze zu verdrängen.

Zwar gewannen die Lindauer die offenen Meisterschaften, die nationalen Titel wurden aber nur an Segler der jeweiligen Nationen vergeben. Mit nach Hause nehmen konnten sie dagegen den 3-Länder-Pokal, der ebenfalls auf dem Comer See ausgesegelt wurde. Nach dem Sieg beim German Tornado Grand Prix in Lindau und dem fünften Platz bei der Weltmeisterschaft in Travemünde liegt Veit Hemmeter in der deutschen Tornado-Rangliste sogar auf Platz eins.

Volker Göbner

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