Info 4, Wissenswertes über den Ablauf eines Segelbundesliga Events

Liebe Mitglieder,

Mit diesem Kurzbericht möchten wir sie über die wesentlichen Merkmale eines „Spieltags“ der Deutschen Segelbundesliga informieren, da das Format des Wettbewerbs in der Segelbundesliga sich in vielerlei Hinsicht von dem der sonst üblichen Regatten unterscheidet. Unser Ziel ist, dass Sie den in unserem LSC stattfindenden Event besser nachvollziehen und begeistert mitverfolgen können.

Wesentlichstes Unterscheidungsmerkmale und Grundlage für den großen Erfolg und die weitreichende Akzeptanz des neuen Formats, der Deutsche Segelbundesliga, ist, dass es ein Wettstreit zwischen Segelclubs und nicht einzelner privater Segelteams ist.

Meldeberechtigt sind ausschließlich ordentliche Mitgliedsvereine des DSV. Teilnehmende Vereine der 1. und 2. Bundesliga müssen Mitglied im Deutscher Segel-Liga e.V. sein. Pro Verein darf nur eine Mannschaft in der Segelbundesliga starten. Die parallele Teilnahme eines Vereins in der 1. und 2. Bundesliga, sowie die Teilnahme eines aus mehreren Vereinen gemischten Teams ist ausgeschlossen.

Das Bundesliga-Team eines Teilnehmers darf maximal 20 Seglerinnen und Segler umfassen. Zehn Mitglieder des Teams sind mit der Meldung spätestens bis zum 7. April 2017 zu nominieren. Weitere zehn Mitglieder können – einzeln oder gesamt – zu beliebigen Zeitpunkten während der Saison nachnominiert werden.

Jeder Teilnehmer nominiert bis spätestens 7 Tage vor Beginn jeder Regatta seine Crew für diese Regatta. Nominiert ein Teilnehmer die Crew nicht rechtzeitig gemäß Ausschreibung, erhält der Teilnehmer drei Strafpunkte in der Gesamtwertung dieser Regatta.

Die Regattaboote, Kielboote der Bootsklasse J70, sowie die Segel werden den Teilnehmern gestellt.

Mit unserer Entscheidung vor einigen Jahren, zwei J70 anzuschaffen, hatten wir die richtige Wahl getroffen. Bei dem extrem hohen seglerischen Niveau der Teilnehmer, ist es unumgänglich auf genau diesem Bootstyp trainieren zu können. Unser Team hat in diesem Jahr bereits ein Training am Gardasee absolviert. Ein weiteres Training am Gardasee findet über die Ostertage statt. Wir werden in einem der nächsten Info’s unsere Teammitglieder mit ihren Funktionen im Boot vorstellen.

Alle Wettfahrten der 1. und 2. Segel-Bundesliga werden im Fleet Race Format gesegelt.

Dafür sind 16 Flights mit jeweils drei Wettfahrten vorgesehen. Die Einteilung der Clubs und Boote erfolgt per Los gemäß einer Pairing-Liste bis spätestens eine Woche vor der Regatta

Das heißt: 6 Boote segeln in einer Wettfahrt gegeneinander. Dann wechseln 6 andere Teams off-shore auf die Boote. Nach 3 Wettfahrten ist jedes Team einmal gesegelt. Dies war dann Flight Nr.1.

Im Anschluss werden die Teams untereinander neu zugeordnet und es folgt Flight Nr.2 mit wieder 3 Wettfahrten. Danach geht es so weiter, bis im Idealfall 16 Flights und damit 48 Wettfahrten absolviert sind. Es hängt natürlich von den Wind-und Wetterbedingungen ab, ob es überhaupt möglich ist so viele Wettfahrten an den 2,5 Tagen eines „Spieltags“ durchzuführen. Eine Grundvoraussetzung dazu ist, dass die Dauer (target time) einer Wettfahrt nicht wesentlich länger ist als 12 Minuten und dass der Mannschaftswechsel zwischen den Wettfahrten in kürzester Zeit erledigt werden kann.

Das ist eine große Herausforderung für das Wettfahrtkomitee, das die Wettfahrten durchführt und auch für die Boots-Shuttle, die die jeweiligen Teams auf die Boote wechseln. Ein reibungsvoller Ablauf ist nur gewährleistet, wenn diese Aufgaben eng abgestimmt und nahezu professionell erledigt werden. Wir stellen in einem der nächsten Info’s unser Wettfahrtkomitee mit seinen einzelnen Aufgaben vor.

In den meisten Fällen wird es aber trotz aller Bemühungen nicht gelingen, alle 48 Wettfahrten abhalten zu können. Dann muss eben das jeweilige Zwischenergebnis gewertet werden. Dazu müssen aber mindestens drei gültige Wettfahrten pro Teilnehmer vorhanden sein, um eine regelgerechte Wertung eines Events zu erhalten.

Die Wertung der einzelnen Wettfahrten erfolgt nach dem sogenannten Low Point System. Dabei erhält der erste 1 Punkt, der zweite 2 Punkte usw. Ein Boot, das zu früh startet, nicht erscheint, nicht durchs Ziel geht oder disqualifiziert wird, erhält 7 Punkte, einen mehr als die Gesamtzahl der Boote in einer Wettfahrt.
Die Gesamtwertung am Ende jeder Regatta wird für die Bundesliga-Tabelle wie folgt gewertet:
Platz1=1Punkt
Platz2=2Punkte
usw.
Die Gesamtwertung der Bundesliga-Serie ist die Summe aller Punkte der Bundesliga-Tabelle ohne Streicher. Bei Gleichstand entscheidet die letzte Regatta.

Der Club mit den wenigsten Punkten nach Ende der Regattaserie 2017 bekommt den Titel „Deutscher Meister der Segelvereine“.

Mehr zum Format erfahren sie in den nächsten Info’s

Mufti Kling, 09.04.2017, Kommunikation Deutsche Segelbundesliga Event in Lindau

 

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