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Münchner Yachtclub bekommt Asyl in Lindau

Die Nachwuchssegler des Münchner Yacht-Clubs haben am Wochenende (24.-25.3.) auf dem Bodensee vor Lindau trainiert. „Wir mussten nach Lindau ausweichen“, erklärt Oliver Kaiser, Jugendkoordinator

des Münchner Yachtclubs. „Auf den oberbayrischen Seen ist vor dem 1. April segeln nicht erwünscht, die Naturschützer sehen es nicht gerne, wenn der Kormoran aufgescheucht wird. Wir wollten aber unsere Jugendlichen aus dem Winterschlaf wachrütteln, und gleichzeitig unser gutes Verhältnis zu den Naturschützern nicht aufs Spiel setzen, deshalb das Training auf dem Bodensee“.

Und der See vor Lindau bietet ausreichend Platz, für Vögel und Segler. „Das Revier bei euch ist ja riesengroß – und es hat auch noch Wind“, staunt der 14 Jahre alte Johannes. 26 Kinder vom Münchner Yacht-Club und Lindauer Segler-Club haben so unter guten Bedingungen gemeinsam in der kleinen Optimistenklasse und im etwas größeren 420er trainiert. Betreut von acht Trainern – einer war der ehemalige polnische Nationalcoach Slawek Dziubinski – und gesichert von 3 Begleitschlauchbooten. Die Kinder sollten nach dem Winter ein Gefühl fürs Wasser bekommen – und gleichzeitig wurde nachgesehen, ob die Ausrüstung noch passt, ob die Kinder seit dem Herbst nicht aus ihren Sachen herausgewachsen sind.

 

„Und für uns war das eine gute Gelegenheit, auch schon früh mit professionellen Trainern auf Wasser zu gehen“, lobt Jochen Grauer vom Lindauer Segler-Club die Zusammenarbeit – „und wenn die Kinder hungrig vom Wasser gekommen sind, haben sie bei Christa und Axel im Club Riesenportionen zu essen bekommen.“

 

lsc_und_myc_trainieren_gemeinsam_foto_grauerAn beiden Tagen hat der Bodensee ausreichend Wind fürs Training geboten, konstant ein bis zwei Beaufort. „Und wenn die Brise mal weg war, sind wir zur Videoanalyse an Land gegangen“, erklärt Kaiser die Rahmenbedingungen. „Aber wir sind zum Segeln gekommen, bei uns am Starnberger See ist oft noch weniger Wind“, freut sich der 9 Jahre alte Felix. Und zusätzlich zum Training auf dem Wasser gab’s für die Kinder zwischen 8 und 15 Jahren noch die Eisdielen am Hafen, die wurden immer wieder angelaufen.

Foto Jochen Grauer
Text Stephan Frank

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