Rang neun bei Tornado-EM für Veit Hemmeter

Auf Rang neun bei 37 Mannschaften aus zehn Nationen ist Veit Hemmeter vom Lindauer Segler-Club bei der Europameisterschaft 2010 der Tornados auf dem Gardasee vor Torbole Mitte September gesegelt. Sieger wurden überlegen die Griechen Paschalidis/Trigonis vor den amtierenden Weltmeistern Roland und Nahid Gäbler (NRV Hamburg).

 

„Das Resultat war ernüchternd”, war Veit Hemmeter vom Ergebnis nicht so begeistert. Der Sieger bei den German Open vor Lindau und Fünfte der WM in Travemünde konnte zwei von acht Rennen nach Materialschäden nicht beenden. Einmal wurde Hemmeter, der diesmal mit dem Schweizer Michael Gloor segelte, Zweiter, zweimal Dritter. Die anderen Platzierungen lagen zwischen vier und sechs, einmal patzten sie noch mit einem 16. Rang.

Es war traumhaftes Wetter”, berichtet Veit Hemmeter über den ersten Regattatag. Einen dritten und einen zweiten Platz hatte das Duo mit dem Kat schon erzielt. Der Wind wehte mit sechs bis sieben Beaufort, „es hat richtig geballert”! Im dritten Rennen waren sie schon mit großem Abstand zum Feld Zweite, als sie eine der Hammer-Böen erwischte. „Wir sind über eine Welle gesprungen und voll in die nächste rein, dass wir uns überschlagen haben”, schildert der Lindauer. Der Vorschoter stürzte dabei so unglücklich auf die Röhre für den Gennaker, dass diese zerbrach. Das Rennen war vorbei und am nächsten Tag musste erst einmal repariert werden. Der Wind war da deutlich schwächer, nur ein Rennen konnte gesegelt werden. Kurz vor dem Ziel – wiederum an zweiter Stelle liegend – halsten sie noch einmal weg und blieben prompt in einem Windloch liegen. Einen vierten Platz retteten sie gerade noch ins Ziel. Der dritte Tag war noch schlimmer: „monsunartiger Regen” und unregelmäßiger Wind. Zuerst segelten sie ganz vorne, dann ganz hinten und waren schließlich als 16. im Ziel: „Ärgerlich”, so der knappe Kommentar des Steuermanns.

Am Samstag schließlich wehte wieder der starke nördliche Morgenwind mit sechs Beaufort. Mit einem dritten Platz waren Hemmeter/Gloor wieder ganz vorne dabei. Im nächsten Lauf lagen sie an zweiter Stelle, als Veit Hemmeters Trapezdraht brach. Der Steuermann fiel ins Wasser und der Pinnenausleger knickte ab. Das Rennen mussten sie mit nur einem Mann im Trapez beenden, Sechste wurden sie da noch. Die letzte Wettfahrt traten sie dann unter diesen Bedingungen nicht mehr an.

vg

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