Same procedure as every day, Bayern

Zur Halbzeit eine Zwischenbilanz aus Genf.

Mit Temperaturen weit über 30 Grad und keiner Wolke am Himmel gleicht der Genfer See in diesen Tagen einem brodelnden Kochtopf. Doch die drückende Hitze lässt nachmittags eine solide, thermische Brise von 7-15 Knoten zu und so konnten bisher jeden Tag, zwei lange Wettfahrten gesegelt werden. Mit einer Startbereitschaft ab 13:00 Uhr tut uns die Wettfahrtleitung einen großen Gefallen und zeigt auch, dass sie ihr Heimatrevier ausgezeichnet kennt, denn morgens ist der See ein flirrender Spiegel.

Mit den Plätzen 2,3,2,3,2,3 zeigt die Bayern Crew zumindest Sinn für Ästhetik, da die Plätze in Form von Zahlenflaggen gehisst werden.  Der gestrige Tag war insbesondere kraftzehrend und spannend, da bei den stärkeren Mistral Ausläufern auch Lucky Girl und Taifun gefährlich Nahe kommen und sogar einige Male die Luv Tonne als erste runden konnten. Es bleibt abzuwarten ob wir doch noch den Sprung aus unserer Ergebnisfolge schaffen, wir geben auf jeden Fall alles, was unsere schon lange Arme hergeben.

Der Präsident der Eight-Metre-Association John Lammerts van Buren hat uns mit rührenden Worten in folgendem Artikel erwähnt:

“Bayern is special to me, since 1935 she is owned by the Lindau Sailing Club and she is sailed and maintained by the youth of the club. So many Lindau sailors have grown up sailing this 1910 Henry Rasmussen Eight. She’s kept in original shape and maintained by the same youth that sails her. They aimed for the Worlds, found their own sponsors to buy some sails and pay for transport. The Club gave them the green light to defend the honours and so Bayern was trucked her down to Geneva. With two seconds and two thirds they are in third for the First Rule Cup but they are in a clear lead as the most popular team at the Worlds !”

Das Ende der Startverschiebung ist verkündet, ich beende meine Schreiberei und hoffe auf gedrückte Daumen in Lindau.