flagge-q

59. Rund Um 2009 Segelanweisung

Langstrecken-Wettfahrt

59. RUND UM den Bodensee

12. – 14. Juni 2009

Die Wettfahrt wird ausgesegelt nach den Wettfahrt Regeln (WR) der ISAF neueste Ausgabe, den Ordnungsvorschriften des DSV, den jeweiligen Klassenvorschriften, der Ausschreibung, dem Programm und dieser Segelanweisung.

Alle Boote der Wettfahrtleitung zeigen die Flagge “Q”  flagge-q

Verantwortlicher Schiffsführer:
Nur Mitglieder von ISAF -Verbandsvereinen. Sie müssen im Besitz eines von ihrem Verband für das Gewässer vorgeschriebenen Führerscheins sein (Ergänzung WR 46 u. 75).

Teilnahmevoraussetzung:
Jedes Boot muss mit mindestens 3 Personen besetzt sein, das Alter jedes Teilnehmers muss mindestens 14 Jahre betragen.

Wertung:
– Klassenboote nach gesegelter Zeit
– Unvermessene Yachten nach gesegelter Zeit
– ORC – Klasse nach berechneter Zeit
– Yardstick-Klassen nach berechneter Zeit.

Alle Boote segeln um das Blaue Band des Bodensees, den Preis für das schnellste Schiff im Ziel nach gesegelter Zeit.
Alle Boote der Gruppe 1 segeln zudem um den Blauen Pokal vom Bodensee, dem Preis für das schnellste Boot dieser Gruppe nach gesegelter Zeit.

Unterscheidungszeichen:
Im Segel müssen die Zeichen und Nummern geführt werden, die zum Boot gehören und in der Meldung
genannt sind. Außerdem sind die bei der Registrierung ausgegebenen Startnummern gut sichtbar am
Außenrumpf im Bugbereich beidseits anzubringen. Die Boote der Gruppe 2 haben zusätzlich neben der
Startnummer einen roten Punkt.

Klasseneinteilung:

Gruppe 1:
– Einheitsklassen
– Konstruktionsklassen, außer Jollen, Jollenkreuzer und offene 2-Mann Kielboote
– ORC-Club I bis IV
– Yardstick ab Yardstickzahl 81 und höher mit der Einteilung I bis VI nach Bodenseeyardsticktabelle neueste Fassung im Internet
– Unvermessene Yachten

Mindestrumpflänge der Einrumpfboote 6.50 Meter

Gruppe 2:
– Boote nach Yardsticktabelle -S- mit einer Yardstickzahl von 80 und weniger, oder Boote mit einem vergleichbaren Yardstickwert
– Mehrrumpfboote
Mindestrumpflänge der Mehrrumpfboote 7,50 Meter.

Zur Bildung einer Klasse müssen mindestens 5 Boote ordnungsgemäß gemeldet sein.

Start:
Achtung: Der Start für beide Gruppen erfolgt am 12. Juni 2009 um 19:30 Uhr (Funkzeit)  Siehe Skizze
Das Startschiff hat seine Position ca. 700 Meter südostwärts vom Glockenschlagwerk Lindau. Die Startlinie
liegt etwa in Nord – Süd – Richtung und ist von Ost nach West zu durchsegeln. Bis ca. 1 Minute vor dem
Start patrouillieren mit gelber Flagge gekennzeichnete Motorboote auf der Startlinie.

Achtung: Boote, die die falsche Startlinie wählen, werden als nicht gestartet gewertet (DNS).

Startlinie für die Gruppe 1:
Die ca. 2200 m lange Startlinie ist begrenzt im Süden durch eine große flaschenförmige gelbe Boje mit
Blinklicht, im Norden durch das Startschiff mit Rot – Weiß – Roter Stange auf dem Oberdeck.

Startlinie für die Gruppe 2:
Die ca. 300 – 500 Meter lange (je nach Teilnehmerzahl dieser Gruppe) Startlinie ist begrenzt im Norden
durch eine große flaschenförmige gelbe Boje mit Blinklicht, im Süden durch das Startschiff mit Rot – Weiß –
Roter Stange auf dem Oberdeck.

Ankündigungssignal:
Zehn Minuten vor dem Start, Setzen der Flagge “W” flagge-w (quadratisch rot und weiß auf blauem Grund) und
der Flagge “Z” flagge-z . Das optische Signal wird durch einen Schuss mit weißer Rakete unterstützt. ( Änderung
WR 26 )

Vorbereitungssignal:
Fünf Minuten vor dem Start, Bergen der Flagge “Z”.
Das optische Signal wird durch einen Schuss mit weißer Rakete unterstützt ( Änderung WR 26 ).

5-Minuten-Regel:
Achtung: Eine Yacht, welche sich innerhalb der letzten fünf Minuten vor dem Start auf der Bahnseite der
Startlinie befindet und erkannt wird, erhält ohne Verhandlung eine Zeitstrafe von 5% der gesegelten
Zeit. (Änd. WR. 30.2).
Ist die Wettfahrtleitung der Ansicht, dass eine Yacht durch diese Startverletzung einen größeren Vorteil
erlangt hat kann sie gegen diese Yacht einen Protest einreichen. Das Schiedsgericht kann dann eine
angemessene höhere Strafe aussprechen.

Start:
Streichen der Flagge “W’ (Änd. WR 26).
Das optische Signal wird durch einen Schuss mit weißer Rakete unterstützt.
Bis zum Übersegeln der Startlinie ist das Segeln nur mit dem direkt am Mast(en) und festen Stag(en)
gesetztem Segel erlaubt. Genaker- und Spinakerbäume dürfen noch nicht in Funktionsstellung gebracht
sein. Ein Boot das gegen diese Regel verstößt und erkannt wird, wird mit einer Zeitstrafe von 5% der
gesegelten Zeit belastet.

Startverschiebung:
Bei aufkommendem Sturm sind zwei Möglichkeiten einer Startverschiebung festgelegt:

Startverschiebung 1:
Signale: Antwortwimpel antwortwimpel über Zahlenwimpel 1zahlenwimpel-1_ und zwei Schallsignale
Freitag, 12. Juni 2009, Start. Gruppe 1 und 2 um 21:30 Uhr, keine Kursänderung.

Startverschiebung 2:
Signale: Antwortwimpel antwortwimpel über Zahlenwimpel 2  zahlenwimpel-2 und zwei Schallsignale
Samstag,13.Juni 2008, Start Gruppe 1 und 2 um 6.00 Uhr,
Sollte der Start auf Samstag, 13. Juni 2009 verschoben werden müssen, gilt generell für alle Boote dass nur
noch die kurze Bahn zu segeln ist.(Lindau – Romanshorn – Eichhorn – Lindau)
Die angegebenen Zeiten für Ankündigungssignal, Vorbereitungssignal und Start verschieben sich
entsprechend.

Rückruf:
Es erfolgt kein Einzelrückruf (Änd. WR 29.1).

Startwiederholung:
Bei allgemeinem Rückruf zwei Schallsignale und Setzen des 1. Hilfsstanders hilfsstander-1 (Gelbes Dreieck mit blauem Rand).
Das neue Startsignal erfolgt 30 Minuten nach dem ungültigen Start (Änd. WR 29.2).

Regattabahn:
1. Bahnmarke Glockenschlagwerk Lindau (an Steuerbord zu lassen)
2. Bahnmarke Romanshorn – gelbe Tonne mit weißem Rundumlicht ca. 300 m nordöstlich des Yachthafens Romanshorn (YCRo)
(an Steuerbord zu lassen)
3. Bahnmarke Eichhorn – gelbe Tonne mit weißem Rundumlicht ca. 300 m nördlich des Leuchtfeuers Eichhorn (an Steuerbord zu lassen)
4. Bahnmarke Überlingen – gelbe Tonne mit weißem Rundumlicht ca. 300 m südwestlich des Yachthafens Überlingen(BYCÜ)
(an Steuerbord zu lassen)
5. Bahnmarke Glockenschlagwerk Lindau (an Backbord zu lassen)

Für Nordische Folkeboote, Shark 24, Sprinta Sport, H-Boote und Yardstick-Klasse V – VI.

Kurze Bahn:
1. Bahnmarke Glockenschlagwerk Lindau (an Steuerbord zu lassen)
2. Bahnmarke Romanshorn – gelbe Tonne mit weißem Rundumlicht ca. 300 m nordöstlich des Yachthafens Romanshorn.(YCRo)
(an Steuerbord zu lassen)
3. Bahnmarke Eichhorn – gelbe Tonne mit weißem Rundumlicht ca. 300 m nördlich des Leuchtfeuers Eichhorn (an Steuerbord zu lassen)
4. Bahnmarke Glockenschlagwerk Lindau (an Backbord zu lassen)

Verhaltensweise an Bahnmarken:
Beim Passieren der Bahnmarken ist nachts die Segelnummer zu beleuchten, so dass für die Kontrollboote
eine korrekte Erkennung möglich ist.

Ziel:
Für alle teilnehmenden Schiffe ist das Ziel vor dem Segelhafen des Lindauer Segler-Clubs. Die Ziellinie liegt
etwa in West – Ost – Richtung; Einlauf von Süd nach Nord.
Die Ziellinie wird durch zwei gelbe Bojen mit Blinklicht vor der Mole des Segelhafens begrenzt.

Zeitlimit:
Samstag 13. Juni 2009 19:30 Uhr. Alle bis dahin nicht eingetroffenen Teilnehmer werden als nicht durchs
Ziel gegangen gewertet. (DNF)

Bahnänderung für Gruppe 1 und 2:
Das Setzen von Flagge “R” flagge-r (rotes Rechteck mit gelben Kreuz) an der Marke Eichhorn bedeutet: Von
hier aus unter kursmäßiger Rundung dieser Boje direkt zum Ziel (Bahnänderung mit gleichzeitiger
Bahnabkürzung). Das Flaggensignal wird mit zwei akustischen Signalen unterstützt und dieses in
Abständen wiederholt. (Änd. WR 32/33)

Abbruch der Wettfahrt:
Durch Setzen der Flagge “N” flagge-n (blau-weiß gewürfelt) auf den Bahnmarken und den Sicherungsbooten.

Aufgabe der Wettfahrt:
Eine Yacht, die aufgibt, ist verpflichtet die Wettfahrtleitung unverzüglich davon zu unterrichten.
Wettfahrttelefon +49 8382 / 273 14 15
Wettfahrttelefon +49 8382 / 273 14 16

Bei Verstoß gegen diese Anweisung können anfallende Suchkosten dem Teilnehmer auferlegt werden.

Hilfe von außen:
Unterstützung von außen und jegliche Kommunikation (Boote, Funk/Telefon, Internet) ist während der
Wettfahrt mit Ausnahme von Notfällen verboten (WR 41).
Dies gilt nicht für GPS Geräte.
Einzige Ausnahme ist die Kommunikation mit der Wettfahrtleitung, und nur wenn diese das jeweilige Boot anruft. (Änd. WR 41)

Sicherheitsvorschriften:
1. Gem. Bodensee-Schiffahrtsordnung und WR.
2. Mindestalter für Teilnehmer: 14 Jahre
3. Schwimmwestenzwang bei Starkwind- oder Sturmwarnung
4. Von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang gelten zusätzlich folgende Sicherheitsvorschriften (Erg. WR 1.2):
a Zusätzlich zur Lichterführung gem BOSchO ist das vordere Segel ständig zu Beleuchten,
b Schwimmwestenzwang für alle Teilnehmer,
c Führen eines Notblitzes für alle Teilnehmer,
d Kleidung mit Reflexstreifen.
5. Zusätzliche Sicherheitsstandards für Trapezyachten:
a Schwimmwestenzwang während der gesamten Wettfahrt,
b Jeder Trapezmann muß während der Regatta direkten Kontakt mit seinem Bootes haben.
6. Jede Libera oder einer Libera ähnliches Boot und jedes Mehrrumpfboot größer als 35 Fuß muß von einem eigenen,
rettungstauglichen Motorboot während der Wettfahrt begleitet werden.
Dieses muß sich stets achteraus des zu begleitenden Bootes befinden und sich von den teilnehmenden Regattabooten genügend freihalten.

Notrufe:
Die Wasserschutzpolizei Lindau hat für diese Wettfahrt eine Koordinierungsstelle mit folgenden
Rufnummern eingerichtet, an die die Notrufe zu richten sind:

+49 – (0) 8382 – 94 30 780
+49 – (0) 171 – 86 36 271

Die Stelle koordiniert die Einsatzkräfte aus A, CH, und D. Während der ganzen
Wettfahrt versehen die Kräfte der DLRG Bodenseekreis den Sicherungsdienst im
Auftrag des LSC. Auch diese Boote sind über die Koordinierungsstelle erreichbar.

Verkehrssicherung:
Die Teilnehmer werden ausdrücklich darauf hingewiesen, dass eine Bergung von havarierten Booten oder
Treibgut zur Verkehrssicherung erforderlich ist. Es kann deswegen auch vom jeweils zuständigen
Schifffahrtsamt, oder bei Gefahr im Verzug auch von den Wasserschutz- oder Seepolizeien angeordnet
werden.

Notsignale und Rettungsmittel:
Die Bootsführer haften für die Einhaltung der entsprechenden Bestimmungen der
Bodenseeschifffahrtsordnung.

Proteste:
Spätestens eine Stunde nach Zieldurchgang oder Aufgabe der protestierenden Yacht muss der Protest in
schriftlicher Form bei der Wettfahrtleitung eingereicht werden. Ein Fax (+49 (0) 8382 21484) gilt als schriftliche Form, ein e-mail
dagegen nicht. Ordnungsgemäß eingegangene Proteste werden auch ohne anwesende Partei verhandelt (WR. 63.3 b).

Schiedsgericht:
Die Verhandlungen des Schiedsgerichtes finden im Clubhaus des Lindauer Segler-Clubs am13. Juni 2009 Uhr statt. Die Termine der jeweiligen Protestverhandlungen werden am Schwarzen Brett und auf der RUND UM Homepage des LSC angekündigt. Alle durch Proteste betroffenen Parteien einschließlich ihrer etwaigen Zeugen werden gebeten, sich zum Zeitpunkt ihrer Verhandlung zur Verfügung des Schiedsgerichts zu halten.

Berufungen:
Für etwaige Berufungen ist der DSV zuständig.

Haftung:
Der Lindauer Segler-Club und die Wettfahrtleitung haften nicht für Schäden und deren Folgen, die sich aus der Beteiligung an dieser Wettfahrt ergeben.

 

X