Viele Meldungen zur 70. RUND UM

Knapp zwei Wochen vor dem Start zur größten und bedeutendsten Regatta am Bodensee blickt der Lindauer Segler-Club zuversichtlich auf die Meldezahlen. Aktuell (13. September 2021) haben 190 Schiffe zur RUND UM gemeldet. „Ich bin zuversichtlich, dass wir die 200 noch überschreiten werden,“ blickt Karl-Christian Bay als 1. Vorsitzender des LSC auf den Start am 25. September 2021.

Das Feld der Favoriten besteht aus den Katamaranen. Aber auch die Einrümpfer können gewinnen. Bei kräftigerem Wind kann der Monofoil ‚Gonet‘ von Eric Monnin ganz vorn sein und bei leichtem Wind die ‚Wild Lady‘ von Wolfgang Palm. Topfavorit ist aber der dreimalige RUND UM Sieger Fritz Trippolt vom Yacht Club Bregenz mit der ‚Skinfit‘. „Die RUND UM zu gewinnen, ist nie einfach,“ wehrt Fritz Trippolt zu viele Vorschusslorbeeren ab. „Da spielen so viele Faktoren eine Rolle, das kann man nicht planen.“ Auf jeden Fall hat Trippolt vor einigen Wochen eine schnelle Testfahrt unternommen. Für die Strecke Kaiserstrand vor Lochau bis ganz hinein in den Konstanzer Trichter benötigte er 75 Minuten.

„Das sind die ganz schnellen Renner. Das große Feld besteht aber aus vielen Klassen,“ blickt die Meldechefin Petra Guinand auf die eingegangenen Mails. „Vor allem die Yardstickklassen zwei bis fünf mit je über 20 Schiffen stellen fast die Hälfte des Gesamtfeldes. Und auch die H-Boote sind stark vertreten.“

Der Lindauer Segler-Club hat für die RUND UM ein Hygienekonzept erstellt. Die Verklarung, die Anmeldung vor Ort, wurde ins Internet verlegt. Nur die Startnummern und die Mützen gibt es kontaktlos an einem luftigen Stand.

Die Siegerehrung wird im Lindauer Stadttheater abgehalten. „Die Inselhalle steht in diesem Jahr nicht zur Verfügung,“ so Organisationschefin Petra Guinand. „In der Halle wird die Bundestagswahl ausgezählt, also mussten wir ausweichen. Aber ich bin mir sicher, im Theater wird es auch festlich. Und es gilt dort die 3G-Regel und die Maskenpflicht.“ Das Hafenfest mit den Lindauer Seglertagen wird 2021 nicht stattfinden.

Am kommenden Freitag endet die normale Meldefrist zur RUND UM. „Bis dahin kostet die Teilnahme 100 Euro,“ erklärt der Wettfahrtleiter der RUND UM, Achim Holz. „Danach verdoppelt sich für Nachmelder das Meldegeld. Denn die Nachmelder verursachen uns auf den letzten Drücker erhebliche Mehrarbeit.“

„Wir hoffen jetzt alle auf eine schöne, unfall- und coronafreie RUND UM,“ blickt der LSC-Vorsitzende Karl-Christian Bay auf die Regatta. „Wir mussten sie in diesem Jahr vom Juni in den September verlegen. Was sich retrospektiv als weitsichtig erwiesen hat. Am ursprünglich geplanten Termin regnete es ohne Unterlass – und es war ziemlich kalt. Jetzt sagt die Langfristprognose einen warmen sonnigen Spätsommertag voraus. Aber im nächsten Jahr wünschen wir uns alle eine langweilige gewöhnliche RUND UM zum Normaltermin, ohne Coronaeinschränkungen.“

Die 70. RUND UM wird ermöglich durch die boot Düsseldorf, MUSTO und KWINDOO

19 Die ‘Gonet’ bei der RUND UM 2019. Foto Kaufmann

 

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